Dr. med. Klaus-Dieter Gruber, Diplomosteopath (D.O. DAAO), Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin in Lage / Lippe

Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)


Die Methode hat ihren Ursprung in der Urologie, wo Nierensteine ohne operativen Eingriff von außen zertrümmert werden. Die physikalische Wirkung beruht auf der Umkehrung des piezoelektrischen Effektes: Quarzkristalle erfahren durch Anlage eines Wechselstrom eine Verformung, die als mechanische Schwingungen therapeutisch genutzt werden.

Ebenso wie in der Urologie werden am Bewegungsapparat Schalldruckwellen im Körper fokussiert und durch rhythmische wiederkehrende Anwendungen zur Zerkleinerung von Verkalkungen eingesetzt. Hierbei werden Verkalkungen in kleinste "Sandpartikel" aufgelöst und dann vom Körper über Fresszellen wieder aufgenommen und abtransportiert. Die Energieverdichtung erfolgt im Zentrum der Verkalkung und ist als kleine "Hammerstöße" bei einer Frequenz von 60-300 Impulsen pro Minute zu spüren. Die Intensität der Stoßstärke kann dabei individuell angepasst werden. Andere in der Nähe der Verkalkung liegende Strukturen werden zwar durch die Stoßwelle mit erfasst, aber nicht geschädigt.


Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)
Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Bei oberflächennahen Behandlungen, wie der Achillodynie oder dem Tennis-oder Golferellenbogen, werden die Stoßwellen eher breitflächig in das Therapiegebiet eingebracht. Durch die Stoßwellentherapie wird eine biomechanische Rückkopplung mit Ausschüttung von Botenstoffen ausgelöst, die zu einer Mehrdurchblutung des schlecht durchbluteten Sehnegewebes und damit zu Heilungsprozessen im Gewebe führt.

Typische Indikationen der extrakorporalen Stoßwellentherapie sind die

  • Schmerzhafte Verkalkung der Schulter/ Kalkschulter oder auch Tendinosis calcarea genannt
  • Schmerzhafte Fersenspornbildung
  • Tennisellenbogen oder auch Epicondylitis humeri radialis
  • Golferellenbogen oder auch Epicondylitis humeri ulnaris
  • Schmerzhafter Ellenbogensporn oder auch Olecranonsporn



Hinweis:

Bei der hier vorgestellten Behandlungsmethode handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, die zum Teil wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst. Ein Erfolg der Therapie kann nicht in jedem Behandlungsfall gewährleistet werden.


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